Zitate Bilder Gedichte

Mit euerer Mitarbeit kann hier eine Sammlung von Zitaten / Weisheiten / Bildern entstehen,
die thematisch zu einer Schwerbehindertenversammlung passen.
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Zitate
  • „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“ Richard v. Weizs├Ącker
  • Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pfl├╝cken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt. Reinhard Turre
  • „Kein Mensch kann das beim anderen sehen und verstehen, was er nicht selbst erlebt hat“ Hermann Hesse
  • Chancengleichheit bedeutet Gelegenheit zum Nachweis ungleicher Talente. (Sir Herbert Samuel)
  • Von den Chinesen k├Ânnen wir derzeit viel lernen. Sie haben f├╝r Krise und Chance dasselbe Schriftzeichen. (Richard von Weizs├Ącker)
  • Jeder sollte seine Chance bekommen. (Richard von Weizs├Ącker)
  • Ich weinte, dass ich keine Schuhe hatte, bis ich einen sah, der keine F├╝├če hatte.
    (Helen Adams Keller, 1880-1968, US-amerikanische Sozialreformerin und Schriftstellerin, blind und taub)
  • Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn, denn jede Krankheit ist eine Reinigung: man muss nur herausbekommen, wovon. Christian Morgenstern, 1871-1913, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und ├ťbersetzer
  • „Ich habe die Pflicht mich zu ├Ąu├čern, wenn die Dinge einen meiner Meinung nach verwerflichen Gang nehmen.“ (Indianerweisheit)
  • „Man wei├č nie, was daraus wird, wenn die Dinge ver├Ąndert werden. Aber wei├č man denn, was draus wird, wenn sie nicht ver├Ąndert werden?“ Elias Canetti
  • „Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.“ Isaac Newton
  • Man soll nie eine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schlie├člich gro├č genug. Jean Paul Sarte
  • „Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei)
  • „Was vor uns und was hinter uns liegt, ist unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns steckt!“ (Ralph Emerson Walden)
  • Wer fragt ist ein Narr – f├╝r f├╝nf Minuten. Wer nicht fragt bleibt ein Narr – sein Leben lang.
  • Tempora mutantur nos et mutantur in illis – Die Zeiten ├Ąndern sich und wir uns mit ihnen (lateinisches Sprichwort).
  • Gebt mir einen Platz wo ich stehen kann und ich werde die Erde bewegen
  • Wir sind nicht nur verantwortlich f├╝r das was wir tun, sondern auch f├╝r das, was wir nicht tun.
  • Was wir zu lernen haben ist so schwer und doch so einfach und klar:
    Es ist normal verschieden zu sein. (Richard von Weizs├Ącker)
  • Das Wesentliche im Umgang miteinander ist nicht der Gleichklang, sondern der Zusammenklang. (Ernst Ferstl, ├ľsterreichischer Lehrer und Dichter)
  • Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. (Wilhelm von Humboldt)
  • Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen ├╝ber 50 heraus aus der Welt,
    und es wird nicht genug ├╝brig bleiben,
    um ihren Bestand zu sichern. (Henry Ford)
  • Die modernen Sklaven werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminen angetrieben
  • Tun ist die beste Weise des Redens
  • Kein Mensch darf sagen: Solches trifft mich nie (Meander, altgriechischer Philosoph, 300 v.Ch)
  • Jeder Tag ist ein neuer Anfang
  • Nicht ├╝ber das Dunkle ├Ąrgern – sondern lieber eine Kerze anz├╝nden (Sensblog)
  • Solange Du dem Anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist Du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (Konfuzius)
  • Wer nicht handelt , wird behandelt
  • ├ärgere Dich nicht ├╝ber Deine Fehler und Schw├Ąchen, ohne sie bist Du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr.
  • „Niemand wei├č, was er kann, bevor er es versucht. (Publius Syrus)
  • „Unsere gr├Â├čte Schw├Ąche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg besteht darin, immer wieder einen neuen Versuch zu wagen“. (Thomas Edinson)
  • “ Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen“. (Erich K├Ąstner)
  • „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. (Schopenhauer)
  • „Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun“. (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Die entschiedenen Ver├Ąnderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen“.
  • „Rechte bleiben nur Papier, wenn sie nicht genutzt werden“.
  • „Man soll niemals nie sagen, es gibt immer einen Grund f├╝r einen neuen Versuch.“
  • „Damit das M├Âgliche entsteht, muss das Unm├Âgliche versucht werden“. (Herrmann Hesse)
  • Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis.
    Aber wenn wir den Mut haben los zu gehen,
    dann ist jedes stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken (Christoph Lichtenberg)
  • Erst an schlechten Tagen lernt man die guten Tage richtig sch├Ątzen. Versuche wieder zu l├Ącheln.
  • Optimisten irren sich ebenso so h├Ąufig wie Pessimisten, aber sie sind gl├╝cklicher dabei.
  • Man muss eine schwere Krankheit durchmachen, um zu erkennen, worin das Leben besteht. (Leo Tolstoi, 1828-1910, russischer Dichter )
  • Hindernisse ├╝berwinden, ist der Vollgenu├č des Daseins. (Arthus Schopenhauer)
  • Wenn Du am Ende Deines Lebensweges stehst, schaue zur├╝ck und frage Dich: „Welche Lebewesen waren dar├╝ber gl├╝cklich, das ich gelebt habe?ÔÇť (Indianische Weisheit)
  • Das Schicksal, das eine Gesellschaft ihren nicht mehr arbeitsf├Ąhigen Menschen bereitet, enth├╝llt den wahren Charakter dieser Gesellschaft (Simone de Beauvoir)
  • Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube h├Âren und Blinde sehen! (Mark Twain)
  • Einen hohen Berg besteigt man nicht mit gro├čen Spr├╝ngen, sondern langsam und in kleinen Schritten. (Papst Gregor der Gro├če)
  • Behinderte Menschen sind Geschenke in einer ganz besonderen Verpackung
  • Die Angst ist nicht dein Feind. Sie ist ein Kompass, der dir zeigt, wo du wachsen musst. (Steve Pavlina)
  • ┬áGl├╝cklich zu sein hei├čt nicht, dass alles perfekt ist. Es hei├čt nur, dass du dich entschieden hast, ├╝ber die M├Ąngel hinweg zu sehen. (Buddhistische Weisheit)
  • Die Arbeit l├Ąuft dir nicht davon wenn du deinen Kindern den Regenbogen zeigst, aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist
  • Es gibt zwei Dinge, die man seinen Kindern auf dem Weg ins Leben mitgeben sollte: Das eine sind Wurzeln. Und das andere sind Fl├╝gel
  • Ihr lacht ├╝ber mich, weil ich anders bin. Ich lache ├╝ber euch, weil ihr alle gleich seid! (Kurt Cobain)
  • Wir haben den scheinbar Nichtbehinderten klarzumachen, dass ihre Unf├Ąhigkeit, Behinderte als Gleiche zu begreifen, ihre eigene Behinderung ist. (Ernst Klee)
  • Lasse nicht zu, dass das was du nicht kannst, das beeintr├Ąchtigt, was du kannst. (John Wooden)
  • Mit jedem Menschen ist etwas Neues in die Welt gesetzt, was es noch nie gegeben hat, etwas Erstes, Einzigartiges. (Martin Buber)
  • Ein behinderter Mensch ist wie ein krummer Baum. Du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen Fr├╝chte zu tragen!
  • Wer nicht zufrieden ist, mit dem was er hat, der w├Ąre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben m├Âchte. (Berthold Auerbach)
  • Wir haben eine Gesellschaft, in der ein jeder Angst hat vor dem Anderen, nicht vor dem anderen Menschen, sondern davor, dass der andere Mensch anders ist. (Peter Fonda)
  • Gl├╝ck empfinden zu k├Ânnen, ist eine F├Ąhigkeit, die Menschen mit und ohne Behinderung verbindet (Richard von Weizs├Ącker)
  • Behindertengerecht ist menschengerecht (Richard von Weizs├Ącker)
  • Beides m├╝ssen wir tun: Menschen mit Handicaps in ihrem Selbstbewusstsein, in ihren Teilnahme- und Mitsprachem├Âglichkeiten st├Ąrken – und gleichzeitig unser eigenes Interesse und Verantwortungsgef├╝hl (Richard von Weizs├Ącker)
  • Behinderung ist eine Last, die sich erleichtern l├Ąsst, wenn es uns gelingt zu lernen, wie wir uns auf Verschiedenheit einstellen k├Ânnen (Richard von Weizs├Ącker)
  • Bezweifle nie, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer, engagierter Menschen die Welt ver├Ąndern kann – in der Tat ist es nie jemand anders gewesen.
  • Die Menge auf etwas aufmerksam zu machen hei├čt: dem gesunden Menschenverstand auf die Spur helfen. (Gotthold Ephraim Lessing)
  • Nur ein toter Fisch schwimmt MIT dem Strom!
  • Ich bitte um die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ├Ąndern kann, den Mut, Dinge zu ├Ąndern, die ich ├Ąndern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden
  • Es ist wahr, dass wir nicht sch├Ątzen was wir haben, bis wir es verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es uns begegnet.
  • Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schw├Ąchsten Mitgliedern umgeht
  • Nachdem wir den Rest unseres Lebens in der Zukunft verbringen werden, sollten wir uns intensiver mit ihr befassen. (Joel Barker)
  • Schlimmer als blind sein, ist nicht sehen wollen (Lenin)
  • Je l├Ąnger ein Blinder lebt, desto mehr sieht er (J├╝d. Sprichwort)
  • ÔÇ×Wer Inklusion will, sucht Wege ÔÇô wer sie verhindern will, sucht Begr├╝ndungen.ÔÇť (Hubert H├╝ppe, ehem. Beauftragter der Bundesregierung f├╝r die Belange behinderter Menschen)
Gedichte

Behinderung – Gedanken zum Tage

Behinderung ist kein Signal,
f├╝r Arbeitnehmer zweiter Wahl
Bei f├╝nfzig Grad oder auch mehr,
Ist sie zwar Kraft Gesetzes schwer, doch folgt daraus nur:
Recht auf Schutz und nicht zu keiner Arbeit mehr nutz.

Selbst bei enormen Gdb , durch k├Ârperliches Leid und Weh
Ist die Moral zumeist intakt
und Arbeit ein willkommener Akt

Behinderte sind oft gewandt und sehr agil,
Sie schaffen ungew├Âhnlich viel
Sofern sie richtig eingesetzt und fair behandelt, statt verletzt.

Dieses Wissen fehlt den meisten Arbeitgebern, die sich’s leisten in Verkennung ihrer Pflichten
Strafabgaben zu entrichten,
anstatt Arbeit zu vergeben,
jenen, die so mit Freude danach streben.

Wer Behinderte stets meidet
und sich gegen sie entscheidet,
bei jedem freien Arbeitsplatz
ist f├╝r Behinderte kein Platz
Verletzt beharrlich Gesetz und Recht
bei dem ist Menschlichkeit nicht echt.

Doch bedenke: Unvermutet schl├Ągt das Schicksal zu,
Heute ich und morgen Du!

GEWISSENHAFT JEDOCH MENSCHLICH.

Wenn das Amt, dass man aus├╝bt,
Menschlichkeit, niemals betr├╝bt,
Wenn Macht und Entscheidungskraft,
Leiden lindert und Mut schafft,
Wenn die Gunst sich nun erweist
Und Gerechtigkeit beweist,
Wenn man achtsam trennen kann,
L├╝ge, Wahrheit und sodann,
Die Gem├╝ter sanft ber├╝hrt,
Sodass man die W├Ąrme sp├╝rt,
Wenn der Mensch, der davor steht,
Zuversichtlich, wieder geht,
Weil Vorschrift und Sachlichkeit,
Sich vereint mit Herzlichkeit,
Wenn das Tagewerk beschieden
Ist und ist man noch zufrieden,
Dann, war das Gewissen rein,
Dies beruhigt ja ungemein,
Sorglos, schlafend, unbedacht,
Bis der neue Tag erwacht.

Luigi Aletto – 15. Februar 2009

BEHINDERUNG (GdB)

Es tut dir mal zuweilen der Kopf weh,
Ist hin und wieder auch dein Knie wohl hei├č, Das ist nicht immer ein Fall f├╝r GdB,
Und erst recht nicht, ein Fall f├╝r den Ausweis.

Komm dennoch mit Vertrauen erst zu mir,
Ich werde dir zuh├Âren, dich verstehen, Dann setzen wir die Tinte auf das Papier,
Und ob Erfolg sein wird, werden wir sehen.

F├Ąllt dann nun ein Bescheid recht objektiv,
Und hat f├╝r dich ein GdB entschieden,
Sieh‘ die Gelegenheit nicht negativ,
Du bleibst so wie Du bist und nicht verschieden.

Mit GdB brauchst Du dich nicht verstecken,
Den besten Platz kannst Du dir im Leben erringen; Und mit der Zeit wirst Du auch selbst entdecken,
Wie viel Mut noch daf├╝r, kann man aufbringen.

Mit GdB bist Du nicht zweiter Klasse,
Mit GdB w├╝rdig bist Du der Welt,
Ganz gleich die Sprache und ganz gleich auch die Rasse,
Mit GdB bist ┬ĘMensch┬Ę und das nur z├Ąhlt.

Luigi Aletto – 15. Juni 2009

GEWISSENHAFT JEDOCH MENSCHLICH.

Wenn das Amt, dass man aus├╝bt,
Menschlichkeit, niemals betr├╝bt,
Wenn Macht und Entscheidungskraft,
Leiden lindert und Mut schafft,
Wenn die Gunst sich nun erweist
Und Gerechtigkeit beweist,
Wenn man achtsam trennen kann,
L├╝ge, Wahrheit und sodann,
Die Gem├╝ter sanft ber├╝hrt,
Sodass man die W├Ąrme sp├╝rt,
Wenn der Mensch, der davor steht,
Zuversichtlich, wieder geht,
Weil Vorschrift und Sachlichkeit,
Sich vereint mit Herzlichkeit,
Wenn das Tagewerk beschieden
Ist und ist man noch zufrieden,
Dann, war das Gewissen rein,
Dies beruhigt ja ungemein,
Sorglos, schlafend, unbedacht,
Bis der neue Tag erwacht.

Luigi Aletto – 15. Februar 2009

Nachteilsausgleich

Zwanzig Prozent, da bist du angeschlagen;
Drei├čig, Vierzig, Gleichstellung kannst beantragen;
F├╝nfzig Prozent aufw├Ąrts, ich meine es echt,
Schwerbehindert bist du, mit vollem Recht.
Einen Ausweis bekommt man, der zudem, Mit Merkzeichen verseh’n ist, je nach dem.
Mit ┬ĘH┬Ę, macht sich Hilfslosigkeit nun breit;
Mit ┬ĘG┬Ę, kommt man beim Geh’n nicht mehr so weit;
Mit ┬ĘAG┬Ę, ist oft der Stuhl schon der Begleiter,
Doch auch Protesen, Herz, Lungen und so weiter…
┬ĘBL┬Ę, zeichnet Blindheit und ganz famos,
┬ĘGL┬Ę zeichnet daf├╝r ┬ĘGeh├Ârlos┬Ę.
Mit ┬ĘB┬Ę, Begleitung wird dir auch zustehen;
┬ĘRF┬Ę, ist f├╝r frei Radio und Fernsehen.
Eine Wertmarke, kann bei Manchen nutzen,
Bus, S-, U-Bahnen und Z├╝ge zu benutzen.
Nat├╝rlich kostenfrei, doch achtsam sei!
IC und ICE, sind nicht dabei.
Mit ┬ĘH┬Ę und ┬ĘG┬Ę, ┬ĘAG┬Ę, oder ┬ĘBL┬Ę,
Den Parkausweis bekommst du und das ganz schnell.
Beim Finanzamt den Freibetrag noch wahren,
Von Fall zu Fall, auch Autosteuer sparen.
Hab‘ was vergessen? Ich bin doch auch ein Wesen!
Dann kannst du im Internet alles nachlesen.

Luigi Aletto – 19 M├Ąrz 2012

DIE DUNKELHEIT.

Wenn das Auge, nichts mehr erblickt,
Nimmt das Ohr sein Flei├č gewahr.
Man l├Ąuft achtsam und geschickt,
Jede Unebenheit, nimmt man wahr.

Fortan bitte ich um deinen Arm,
Beschreib mir, nun, jeden Ort,
Die Sonne, ist f├╝r mich nur warm,
Jede Farbe, ist nur ein Wort.

Formlos auch, ist mein Umfeld,
Dunkelheit umh├╝llt den Raum;
Nur zuweilen bunt die Welt,
Erscheint mir wie einst, im Traum.

Schlie├č die Augen einfach zu,
Dann siehst du, auch was ich sehe,
H├Âr die Stille und im nu,
Sp├╝r’n wir beide unsere N├Ąhe.

Dennoch liebe ich meine Welt,
Musik, macht sie farbenfroh,
Dunkelheit, die Liebe, erhellt,
Deine Stimme, ebenso.

Luigi Aletto – 15. Februar 2009

Felicitas Kretschmann: Die Hauptsache

Sie sagt: Hauptsache gesund
und meinte es gut mit mir.
Sie ging ihrer Wege.
Sie meinte es gut mit mir.
Aber meine Lebenslust versagte.

Ich behaupte: Hauptsache geliebt
und liebend w├╝nsche ich mir einen Vertrauten,
dessen N├Ąhe mich heiter stimmt,
der verl├Ąsslich ist, mich versteht, ertr├Ągt wie ich bin.

Ich sage: Hauptsache getr├Âstet
und tr├Âstend erfahre ich eine Atmosph├Ąre,
die zufrieden sein l├Ąsst,
unbefangen und achtsam.
Neue Kr├Ąfte werden frei.

Ich glaube: Hauptsache gesegnet
und segnend erlebe ich Unfassbares,
dass ich Gutes tue und Gerechtes,
dass ich auffange, mitleide, verbinde.

Hauptsache gesund?
Vielleicht nicht,
aber geliebt, getr├Âstet, gesegnet.

(aus: Loccumer Brevier II, erschienen 2013)

Der Franz├Âsische Schriftsteller Andr├ę Gide schreibt ├╝ber den Nutzen von Krankheit:

Ich glaube, dass Krankheiten Schl├╝ssel sind,
die uns gewisse Tore ├Âffnen k├Ânnen.
Ich glaube, es gibt gewisse Tore, die einzig die Krankheit ├Âffnen kann.

Es gibt jedenfalls einen Gesundheitszustand,
der es uns nicht erlaubt, alles zu verstehen.
Vielleicht verschlie├čt uns die Krankheit einige Wahrheiten.
Ebenso aber verschlie├čt uns die Gesundheit andere,
oder f├╝hrt uns davon weg,
so dass wir uns nicht mehr darum k├╝mmern.

Ich habe unter denen,
die sich einer unersch├╝tterlichen Gesundheit erfreuen,
noch keinen getroffen,
der nicht nach irgendeiner Seite hin
ein bisschen beschr├Ąnkt gewesen w├Ąre ÔÇô
wie solche, die nie gereist sind.

Andr├ę Gide * 1869, ÔÇá 1951

Anekdoten

„Bei der Vorbereitung dieses Berichts habe ich lange ├╝berlegt, was ich als Aufh├Ąnger oder Einleitung sagen werde.
Erz├Ąhle ich einen Witz?
Eine Geschichte?
Eine witzige Geschichte? Nein!
Ich mach es kurz.
Es ist sch├Ân heute wieder hier stehen zu d├╝rfen und einen Bericht ├╝ber die Arbeit der Schwerbehindertenvertretung abgeben zu d├╝rfen.“

Aussagen
  • Jede Investition in die Belange der Schwerbehinderte kann eine Investition in die eigene Zukunft sein, denn jeder kann morgen selbst ein Betroffener sein.
  • Alle Schwerbehinderte sind Leistungstr├Ąger, doch kann sich die Leistung Schwerbehinderter von den Leistungen Nichtbehinderter unterscheiden. Doch mit einem der Behinderung angepassten Arbeitsplatz/ Arbeitsumfeld kann auch hier sehr oft Abhilfe/ ein Ausgleich geschaffen werden.
  • Jeder Mensch will notwendig sein……….
    Beruf und Arbeit bieten nicht nur die Grundlagen der wirtschaftlichen Existenz, sondern beeinflussen auch die Stabilit├Ąt der Pers├Ânlichkeit, das Familienleben und das soziale Ansehen. (Klaus D├Ârner)
  • Der Mensch mit Behinderung ist personales Subjekt mit allen Rechten einer Person. Darum muss ihm die Teilnahme am Leben der Gesellschaft in allen Bereichen und auf allen mit seinen F├Ąhigkeiten erreichbaren Stufen erm├Âglicht werden. Der behinderte Mensch ist einer von uns und teilt voll und ganz unsere Menschennatur. Es w├Ąre eines Menschen von Grund auf unw├╝rdig und eine Verleugnung der gemeinsamen Menschennatur, wenn man zum Leben der Gesellschaft und so auch zur Arbeit nur voll Leistungsf├Ąhige zulie├če, weil man damit in eine schwere Form von Diskriminierung verfiele. (Johannes Paul II., 1920-2005, polnischer Papst )
  • Menschen mit Behinderung sind unentbehrlich, weil sie mit letzter Deutlichkeit zur Besinnung auf letzte Grundwerte des Gesch├Âpfseins rufen. Sie sind Zeichen der Zeit und die leicht ├╝berh├Ârbare Stimme Gottes in lebendiger Menschengestalt. Sie bringen ein Korrektiv, das die g├Ąngige Leistungsmentalit├Ąt herausfordert: Nachdenken ├╝ber das, was als „normal“ gelten kann, und nachdenken ├╝ber das, was den Menschen gl├╝cklich macht. (Franz Dietl, 20. Jh., katholischer Weihbischof )
  • Eine Gesellschaft, in der das Gesch├Ąft mit der Krankheit zu einem der volkswirtschaftlich aufw├Ąndigsten und individuell eintr├Ąglichsten hat werden k├Ânnen, ist selber krank. (Kurt Marti, 1921-, deutscher evangelischer Theologe)
  • Wenn die Menschen nur halb soviel Sorge darauf verwenden w├╝rden, gesund zu bleiben und verst├Ąndig zu leben, wie sie heute darauf verwenden, um krank zu werden, die H├Ąlfte der Krankheiten blieb ihnen erspart. (Sebastian Kneipp, 1821-1897, deutscher katholischer Priester, Naturheilkundler)
  • Wenn Arbeit alles w├Ąre, g├Ąbe es keinen Lebenssinn f├╝r Behinderte, keinen mehr f├╝r Alte und noch keinen f├╝r Kinder. (Norbert Bl├╝m, deutscher Politiker, Arbeitsminister, CDU)
Lieder

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  • Werkstattexpress – Mitten im Leben
  • Inklusionssong
  • Pe Werner – Leben auf R├Ądern
  • Gerhard Sch├Âne – Der blinde Herr Stein
  • Gerhard Sch├Âne – Wellensittich und Spatzen
  • Pur – Mein Freund Rudi
  • Gr├Ânemeyer – Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist
  • Johnny Hill – Ruf Teddyb├Ąr 1-4
  • Konstantin Wecker – Renn, lieber renn
  • Konstantin Wecker – der dumme Bub
  • Konstantin Wecker – Manchmal weine ich sehr
  • Klaus Hoffmann – Blinde Katharina
  • Jonny Hill ÔÇô Ruf Teddyb├Ąr 1-4
  • Jonny Hill – Hallo Teddyb├Ąr (Folgelied)
  • Reinhard Mey ÔÇô Seelig sind die Verr├╝ckten
  • Reinhard Mey ÔÇô Der irrende Narr
  • Drafi Deutscher ÔÇô Welche Farbe hat die Welt
  • The Kelly Family ÔÇô WhoÔÇÖll come with me (DavidÔÇÖs Song)
  • Rosenstolz ÔÇô Etwas zerst├Ârt
  • Rosenstolz – Lachen
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