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Für Betriebsratsmitglieder gibt es
Seminare zur Grundqualifizierung (BR 1 bis BR 4 nach Bedarf) und
folgende Zusatzqualifikationen:

  Burnout - verstehen - vorbeugen - überwinden
  Keine Angst vor Konflikten
  Bin ich aus Stein - oder was?
  6 Wochen krank - und dann? Eingliederungsmanagement
  Mobbing - Verstehen - vorbeugen – handeln
  Umgang mit psychisch kranken Menschen
  Augen zu! Sucht am Arbeitsplatz....
  Das erfolgreiche Monatsgespräch

 


6 Wochen krank - und dann? Eingliederungsmanagement
Der Gesetzgeber hat eine Regelung geschaffen, die für alle Beschäftigungsverhältnisse gilt: Das betriebliche Eingliederungsmanagement.
Dieses soll Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern verhindern und den Arbeitsplatz für leistungsgeminderte Arbeitnehmer sichern.
Durch diese Verpflichtung des Arbeitgebers, ein betriebliches Eingliederungsmanagement zu betreiben, kommen neue Aufgaben auf den Betriebsrat und die Schwerbehindertenvertretung zu.
Es gilt zu handeln! Das Seminar zeigt den Weg, wie die Interessensvertretung ihre Aufgaben umsetzen kann.
Es ist sinnvoll, wenn aus einem Betrieb ein BR-Mitglied und die Schwerbehindertenvertretung teilnehmen.

- Gesetzliche Grundlagen nach dem SGB IX und BetrVG
- Anspruch nach SGB IX und Mitbestimmung nach dem BetrVG
- Zusammenarbeit von SchwbV und BR/PR
- Erarbeiten eines Handlungsplans bis hin zur Betriebsvereinbarung


Mobbing - Verstehen - vorbeugen – handeln
Mobbing – das ist mehr als schlechtes Betriebsklima, schlimmer als gelegentlich ungerechte Vorgesetzte, belastender als der übliche „Büroklatsch“.
Mobbing ist massiver Psychoterror, den kleine Gruppen von Beschäftigten meist gegen Einzelne ausüben. Die Betroffenen sind über einen längeren Zeitraum gezielt Anfeindungen unterschiedlicher Art ausgesetzt.
Die Betroffenen isolieren sich durch Schweigen und haben kaum eine Chance, sich ohne fremde Hilfe aus diesem Teufelskreis zu befreien. Psychosomatische Störungen sind die Folge – Schlaflosigkeit, Magen- und Darmstörungen, depressive Verstimmungen. Als letzte Lösung bleibt die Flucht in Krankheit oder Kündigung.
Die Verdichtung der Arbeit in allen Bereichen führt zu einem dramatischen Rückgang der Freiräume für zwischenmenschliche Kommunikation und die Pflege von sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz. Die Konsequenz ist Ellenbogenmentalität und Neid. In dieser Atmosphäre der Missgunst liegt der Nährboden für das Phänomen Mobbing.
Mobbing hat für die Interessensvertretung (SBV, BR, PR) einen wichtigen Stellenwert.
Ziel des Seminars ist es, den Interessensvertretungen den Rücken zu stärken und Handlungskompetenzen zur Verbesserung der Situation von Betroffenen in den Betrieben bzw. Dienststellen zu erwerben.


Umgang mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz
Psychische Erkrankungen nehmen auch am Arbeitsplatz immer mehr zu.
KollegInnen und Vorgesetzte reagieren oft hilflos, wenn sie mit betroffenen MitarbeiterInnen konfrontiert sind. Betriebliche InteressensvertreterInnen (BR/PR/SBV) sind mit der spezifischen Problematik besonders herausgefordert.
Mit gezielten Informationen über verschiedene Krankheitsbilder gewinnen Sie mehr Sicherheit im Umgang mit den betroffenen KollegInnen und lernen alternative Handlungs- und Verhaltensweisen in schwierigen Situationen kennen.


Psychische Erkrankungen

• Entstehung von „Störungen aller Art“

• Formen psychischer Krankheiten

• Symptome: innerer Zustand und Verhaltensweisen

• Hinweise zum Erkennen von Veränderungen

Auswirkungen am Arbeitsplatz:

• Besondere Bedürfnisse und Probleme

• Gestaltung des Arbeitsumfeldes

Konstruktiver Umgang in schwierigen Situationen

• Die Grundbedürfnisse des Menschen: Beachtung, Anregung und Struktur

• Die Grundhaltung: Ich bin ok - Du bist ok

• Erfolgreiches Problemlösen

• Gesprächsführung

• Handlungsleitlinien

Professionelle Unterstützung und Zusammenarbeit

• Psychiatrische Grundversorgung

• Sozialtherapeutische Angebote
 


Das erfolgreiche Monatsgespräch
Nach den gesetzlichen Regelungen sollen der Betriebs- bzw. Personalrat und der Arbeitgeber einmal im Monat zu einer Besprechung zusammentreten. Dieses Monatsgespräch dient der gegenseitigen Information, dem Austausch von Vorschlägen zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten, der Verhandlung strittiger Fragen. Um es erfolgreich zu gestalten, ist es für Betriebs- und Personalräte wichtig, neben rechtlichen Kenntnissen ebenso mit den Regeln einer zielorientierten Gesprächs- und Verhandlungsführung vertraut zu sein.
In diesem Seminar wird die Vermittlung von Grundsätzen der Zusammenarbeit von Interessenvertretung und Arbeitgeber kombiniert mit einem Training von Verhandlungsstrategien.

- Monatsgespräch - Pflicht oder Kür
- rechtliche Hintergründe zum Monatsgespräch
- Strategien für den Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber
- Verhandeln im Team
- Vertiefung der Kenntnisse über Win-Win-Situationen
- Wie können beide Partner aus dem Gespräch gehen und sich wohl fühlen, auch wenn es Differenzen gibt?
- Unfairer Angriff – Was ist zu tun?
- Praktische Übungen und Rollenspiele aus der betrieblichen Alltagssituation.


BR/SBV - Bin ich aus Stein - oder was?
Mitfühlen statt mitleiden in besonderen Beratungsgesprächen?

Dieser Workshop unterstützt bei der schwierigen Aufgabe, Kolleginnen und Kollegen, die (konkrete) Ängste haben, persönlich „aufzufangen“ und sie angemessen zu beraten. Solche meist emotional sehr aufgeladenen Gesprächssituationen erfordern besonderes Einfühlungsvermögen genauso wie klare, persönliche Abgrenzung. Eigene Ängste und hohe Erwartungen an die Rolle der betrieblichen Interessensvertretung – auch die eigenen Ansprüche – stehen dem meist im Wege.

Wir werden wir uns mit den Fragen beschäftigen, die sich im Umgang mit belastenden Gesprächssituationen stellen, z.B.:
- Wie gehe ich mit Gefühlsausbrüchen um?
- Was brauchen die Kolleginnen und Kollegen in dem Moment?
- Wie kann ich hilfreich sein?
- Was sind meine eigenen Ängste und welche Verhaltensmuster lösen sie aus?
- Wie finde ich das richtige Verhältnis von Mitgefühl und professioneller Distanz?
- Was ist meine Rolle als betriebliche/r Interessensvertreter/in in diesem Zusammenhang?

Auf dieser Grundlage sind die Inhalte des Workshops auf die speziellen Bedürfnisse und Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Personal- bzw. Betriebsräten und Schwerbehindertenvertretungen zugeschnitten.


Burnout - verstehen - vorbeugen - überwinden

Das Gefühl des Ausgebranntseins im Beruf ist kein Einzelschicksal. Die Veränderungen in der Arbeitswelt erzeugen zunehmenden Druck. Und immer häufiger reagieren Menschen auf die Überbelastung mit handfesten  psychischen Krankheitssymptomen.  Interessensvertretungen (BR / PR / SBV) stehen oft hilflos vor diesem Problem und sind nicht selten selbst gefährdet.

In diesem Seminar erhalten Sie Einblick in die Hintergründe der Burnout Erkrankung. Sie erfahren, ob und in wie weit Sie selbst davon betroffen sind. Sie lernen die Symptome kennen und setzen sich mit den Ursachen und Zusammenhängen auseinander, die die Entstehung des Burnout-Syndroms begünstigen. Sie bekommen Anhaltspunkte für den Ausweg aus dem Teufelskreis und lernen, wie Sie sich frühzeitig vor einem drohenden Burnout schützen können.

Inhalt:
-
Burnout – die Stufen bis zum Kollaps
- Woran erkenne ich das Burnout-Syndrom?
- Burnout - den Teufelskreis verstehen

-
Welche Ursachen und Mechanismen lassen Menschen ausbrennen?
-
Risikogruppen – warum Menschen in bestimmten Berufen und Positionen besonders gefährdet sind, auszubrennen
-
Heraus aus der totalen Erschöpfung - warum gute Ratschläge meist nicht helfen
- Wirksame Gegenmaßnahmen einleiten

-
Prävention


Keine Angst vor Konflikten

Konflikte sind für betriebliche Interessensvertreter schon fast „tägliches Brot“. Sie bewegen sich naturgemäß in diesem Spannungsfeld, ob innerhalb der Gremien, gegenüber dem Arbeitgeber oder manchmal auch mit Beschäftigten. Daraus entstehen nicht selten handfeste persönliche Konflikte.

Mediation – Konfliktklärung – Konfliktmanagement - wie man es auch bezeichnen mag – immer geht es darum, aus gegensätzlichen, oft verhärteten Fronten in einem strukturierten Verfahren  zu gemeinsamen Lösungen zu finden.

Im Seminar entwickeln Sie ein tieferes Verständnis für  das, was in Konfliktsituationen abläuft. Sie lernen, wie Sie auch in emotionalen Konfliktsituationen allen Konfliktparteien gegenüber neutral bleiben können und üben konstruktive Lösungsstrategien. Damit Sie in Konfliktfällen sicher auftreten und fair vermitteln können!

Themen:

- Typische Konfliktfelder im Gremium und im Betrieb
- Konfliktfähigkeit – Mangelware
- Was passiert in Konfliktsituationen?
- Ursachen für Konflikte
- Die Dramaturgie von Konflikten
- Verhaltensweisen im Konflikt
- Voraussetzungen konstruktiver Konfliktlösung
- Rollenklärung: Die betriebliche Interessensvertretung als Mediator

- Strukturiertes Verfahren der Konfliktklärung


Augen zu! Sucht am Arbeitsplatz....

Klar, der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol geht zurück, fast flächendeckend gibt es Betriebs- und Dienstvereinbarungen zur Suchtproblematik im Betrieb und das
Rauchverbot verbannt auch das Nikotin vom Arbeitsplatz.
Sind damit wirklich alle Probleme gelöst? Können wir uns wirklich beruhigt zurücklehnen? Werden die Suchtvereinbarungen wirklich gelebt? Wie viele Alkoholiker
bekommen tatsächlich Hilfe? Sind die Konflikte zwischen Rauchern und Nichtrauchern wirklich beigelegt? Und was ist mit all den neuen Abhängigkeiten: Medikamentensucht, Internetsucht, Spielsucht, Arbeitssucht…?

Sucht ist immer noch ein Tabu. Den Betroffenen hilft jedoch nur das konsequente Ansprechen der Problematik. Solche Gespräche sind schwierig und unangenehm und verlangen eine klare und eindeutige Haltung der Interessensvertretung im Allgemeinen, aber auch der einzelnen Person zu Suchtfragen.

Mit dem Seminar möchten wir die Suchtvereinbarungen mit Leben füllen und Sie dabei unterstützen, die konsequente Haltung im Gespräch umzusetzen.

- Wir werden wir uns u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen:
- Wann sprechen wir von einer Sucht?

- Welche Hinweise gibt es auf Suchtverhalten?

- Wie erkenne ich sie im Arbeitsleben?

- Was ist Co-Abhängigkeit?

- Was ist meine Rolle als betriebliche/r Interessensvertreter/in in Suchtfragen?

- Welche Instrumente haben wir im Betrieb und wie setzen wir sie ein?

- Wo gibt es professionelle Unterstützung?

- Wie spreche ich Suchtprobleme an?

Und wir werden Gelegenheit haben (Besuch in einer Fachklinik), an den Erfahrungen Betroffener mit der Krankheit und dem Weg aus der Sucht teilzuhaben.